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Eine Alte Bar mit Diskothek am Rande der Donau

Unser ursprünglicher Plan führte uns nach Bulgarien, um eine alte Synagoge zu besichtigen. Doch bevor wir uns auf dieses historische Abenteuer begaben, gönnten wir uns die Freiheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Es sollte sich als eine Reise ins Ungewisse erweisen, als wir auf ein verlassenes Hotel und ein ehemaliges Restaurant mit einer Diskothek stießen.
Vor uns lag ein Schauplatz des Vergessens, ein Ort, der einst mit Leben gefüllt war, jetzt jedoch in einem desolaten Zustand verharrte. Die Uhr schien hier stillzustehen, und es war offensichtlich, dass wir die unberührte Schönheit dieses einst belebten Ortes einfangen wollten. Die Lösung? Ein früher Morgenspaziergang, um die Ruhe eines sonst lebhaften Ortes zu genießen. So machten wir uns kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg, bereit, die Geheimnisse dieses verlassenen Juwels zu erkunden.
Unser Zugangspunkt zu dieser vergangenen Welt war ein zerbrochenes Fenster, das sich direkt neben dem Eingang befand. Vorsichtig und mit einem Hauch von Abenteuerlust schlüpften wir hindurch und standen plötzlich in einer anderen Zeit. Die Kamera in der Hand, begannen wir, die Magie des Ortes einzufangen, bevor die Sonne höher stieg und die Welt erwachte.
Doch gerade als wir dachten, unsere Mission sei erfüllt, vernahmen wir plötzlich Geräusche. Die Geräusche drangen aus dem verwaisten Restaurant nebenan, wo Menschen damit beschäftigt waren, Tische und Stühle im Außenbereich aufzustellen. Unbemerkt nutzten wir diesen Augenblick, um uns leise und rasch wieder hinauszuschleichen. Ein wahrhaft magischer Zufallsfund, der uns an diesem Morgen ereilte.
Die Wurzeln dieses Kulturdenkmals reichen bis ins Jahr 1735 zurück, als es ursprünglich erbaut wurde. Doch im Laufe der Zeit wandelte sich seine Bestimmung, und es wurde zu einem Restaurant mit Diskothek umgebaut. In den 80er und 90er Jahren war dieser Ort ein Hotspot für Begegnungen, ein Symbol der Freiheit und der Musik, ein Ort, an dem die Menschen das Leben in vollen Zügen genossen.
Heute steht das Gebäude traurig und verlassen da, eine stumme Zeugin vergangener Tage. Es gab Bemühungen, das Gelände wieder zugänglich zu machen, doch die Eigentumsverhältnisse sind immer noch undurchsichtig. Der Boden gehört einem, das Grundstück einem anderen und das Gebäude selbst wiederum jemand anderem. Ein komplexes Geflecht aus Eigentumsverhältnissen und Rechtsstreitigkeiten hat dazu geführt, dass dieses beeindruckende Gebäude weiterhin ungenutzt und einsam dasteht, ein stummer Zeuge vergangener Pracht und ein Ort, der auf eine Wiederbelebung wartet.

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