Reste eines Zoos

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Auf diese kleine aber doch sehr nette Lokation, wurde ich durch einen sogenannten Geocach (GC1QXMM) aufmerksam.

Eine kleine Tour durch den Wald und schon haben wir ihn erblickt, den Ort der Begierde, es war zwar nicht mehr viel davon übrig aber es hat sich gelohnt! 🙂

 

1906 kaufte dann ein gewisser Eugen Mannheim 23 Morgen Wald und Wiese bei der Ödenburg und fing an, Käfige und Gehege aufzubauen. Am 19. Mai 1907 wurde »Mannheims Tierpark« offiziell eröffnet. Dem staunenden Publikum wurden Affen, Papageien, Eisbären und Braunbären, ein Königstiger, ein Alligator und viele andere Tiere vorgeführt.
Die Eintrittspreise betrugen 20 Pfennig für Erwachsene, Kinder und Soldaten zahlten die Hälfte.
Der geschäftstüchtige Eugen Mannheim baute bald eine Waldwirtschaft auf, veranstaltete sogar eine Operettenaufführung „mittels Riesengrammofon, allergrößte Nummer“ – vielleicht ist da die Verwandtschaft zu dem erwähnten Tübinger Club.
Am 22. Juni 1907 besuchte sogar der König von Württemberg samt seiner beiden Enkel den Tierpark. Er soll sich anerkennend geäußert haben, schickte aber trotzdem nur 20 Mark.